Empfehlungen zur redaktionssystem-basierten Erstellung medizinischer Internet-Inhalte

Die firmeninterne Betreuung von marketing-relevanten medizinischen Internet-Inhalten erfordert die Berücksichtigung einiger juristischer Grundlagen sowie einen möglichst einfachen, homogenen Erstellungprozess.

Juristische Basisinformationen

Insbesondere das Heilmittelwerbegesetz (HWG) erfordert derzeit noch eine zielgruppen-differenzierte Präsentation arzneimittel-relevante Grundlagen-Informationen. Auf eine vollständige Auszeichung der Urheberschaft ist nach dem Teledienstegesetz (TDG) zu achten. Zur Qualitätssicherung von Informationen für Patienten gibt das 'Aktionsforum Gesindheitsinformationssystem AFGIS' praxisrelevante Empfehlungen.
Detailinformationen zu diesen findet man unter den nebenstehenden Referenzen.

Empfehlungen für die redaktionelle Arbeit mit dem webbasierten Redaktionssystem

  1. Meta-Attribute möglichst vollständig erfassen; Meta-Attribute standardkonform halten (z.B. Dublin-Core)
  2. Kurztitel (erscheint in der Navigation) kürzer als 24 Buchstaben
  3. Dokument-Zusammenfassung (Description-Attribut) mit 2-3 Sätzen dem Text voranstellen (Description erscheint ggf. in Inhaltsübersicht-Listen und Suchergebnissen)
  4. Jeweils eine überschaubare Anzahl von Dokumente wird in einer Rubrik (Verzeichnis) geschachtelt; die Rubrik sollte neben der automatisch erzeugten Liste der darunterliegenden Dokumente bzw. Subrubriken eine instruktive Einführung in das Thema enthalten und im Teaser-Bereich übergeordnete Referenzen anzeigen.
  5. Text und Gestaltung (Formatauszeichungen, Farben, Bilder) vollständig trennen, bzw. Text möglichst "gestaltungsarm", also wenig inline-Formate (fett, kursiv etc.); Typographie über definierte Formate bzw. CSS-Deklarationen realisieren
  6. Textabschnitte mit Format-Deklarationen ausstatten ("strukturieren")
  7. Möglichst keine Links im Text (sog. inline-Links), sondern Links in gesonderten Link-Listen pflegen. Um Spam verhindern, muessen e-Mail-Adressen über eine Funktion in Entities umgwandet werden; der e-Mail Link sähe dann z.B. bei Zope/ZMS so aus <a href="<dtml-var "getLinkUrl('mailto:webmaster@website.de')">">webmaster @ website.de</a>
  8. Einsatz von definierten Schlagwort-Katalogen
  9. Bilder mit Legenden ausstatten, Bilder ggf. doppelt integrieren: 1. als Preview 'low-res' und 2. als hochauflösende Variante 'high-res' (auch PDF, Excel etc.)
  10. Gestaltung des Textstroms einfach und monoton halten
  11. Insbesondere bei Teaser-Texten (schmale Zeilenbreite) keine langen Worte verwenden, sondern im Bedarfsfall stets mit Trennungen arbeiten ("Arzneimittel-Verordnung")
  12. Workflow kurz und flexibel halten, damit Korrekturen ohne Zeitverzug durchgeführt werden können